Luisenbund in Gründung

 

Zu allen Zeiten hat es bedeutende und bewunderte Frauen gegeben. Wir denken da an Nofretete, Elisabeth von Thüringen, Queen Victoria und Königin Silvia von Schweden... Sie alle waren und sind großartig, bewunderungswürdig und vorbildhaft. Solch eine bewunderungswürdige Frau war auch die preußische Königin Luise, die Gemahlin des Königs Friedrich Wilhelms III.

An diese außergewöhnliche Frau, die vor zweihundert Jahren verstorben ist, denkt man auch heute noch mit Bewunderung und Stolz. Sie war keine, die etwas für sich einforderte. Ihr ging es bei aller Einflussnahme auf die große Politik immer nur um das Wohlergehen ihres Landes. Sie war keine, die mit allen Mitteln das Zepter selbst in die Hand nehmen wollte, doch erkannte sie oft die Zeichen der Zeit und setzte auch selbst Zeichen in der Geschichte. Sie war eine Frau, eine Königin, die es schaffte, allein durch ihre Person Ehrfurcht und Respekt zu vermitteln.

altSelbst der mächtige Napoleon Bonaparte, der sich in Paris selbst die Krone aufgesetzt hatte und nun ganz Europa in Angst und Schrecken versetzte, musste vor dieser Königin Preußens zurückweichen und war ihrem Charme und ihrer Schönheit erlegen. Diese schöne Frau, diese liebreizende Landesmutter, versuchte, was kein anderer Preuße wagte: Sie wollte für Ihr Land und für ihr Volk einen milderen Frieden aushandeln - und das dankt man ihr noch bis zum heutigen Tag.


Bereits 1814 wurde ihr zu Ehren der Luisenorden gestiftet, der sich später zum "Königin-Luise-Bund" entwickelte. 1934 wurde der "Luisenbund" von den Nationalsozialisten mit allen anderen monarchistischen Organisationen verboten. Aber das Bild von Königin Luise ist nicht verloschen. Frauen, die sich um Heimat und Familie sorgen, Frauen von Bedeutung, Ehre und Ansehen haben auch heute noch ein Bild von dieser herausragenden Frauenpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts in ihrem Herzen. Und Frauen des 21. Jahrhunderts, die sich immer noch als Frauen sehen - und nicht als Summe gesellschaftlicher Einflüsse und Erziehung - suchen Ihresgleichen, um in einer Organisation wie dem Luisenbund die tatsächliche Rolle und die unvergleichliche Würde der Frau in unserer Gesellschaft erkennen und leben zu können.


altDiese Würde der Frau darf dank des Patronates der Königin Luise wieder in der Gesellschaft ihren Stellenwert bekommen. Und darum rufen wir alle Frauen Deutschlands auf, im Königin-Luise-Bund mitzuarbeiten. Frauen jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Stellung möchten wir herzlich einladen, sich dem neu zu gründenden Luisenbund anzuschließen, um diesem Bund ihren eigenen Ausdruck zu verleihen.

Befassen Sie sich mit der Geschichte der Frau, der Entwicklung ihrer Stellung in der Gesellschaft, der herausragenden und unverzichtbaren Rolle für die Nation. Tragen Sie Ihren Teil dazu bei, dass die Stellung der Frau wieder einen glanzvollen Ausdruck bekommt, denn nur durch tatenloses Hinschauen, insbesondere bei den sozialen Problemen unserer Zeit, wird man sich und seiner eigenen Verantwortung nicht gerecht. Die Mitglieder des Luisenbundes wollen und werden sich deshalb sozial engagieren, um diesen Worten auch Taten folgen zu lassen. Schließen Sie sich dem Luisenbund an und tragen Sie dazu bei, dass auch dieser Frau, die dem Bund ihren Namen gab, große Ehre und ein würdiges Gedenken zuteilwird. Wir gedenken unserer Königin Luise an ihrem 200.Todestag mit der Neugründung des Königin-Luise-Bundes.


Nora Brinker

Henning v. Normann